Eine kurze aber sicher sehr entscheidende Episode aus dem Leben des Propheten Elias habe ich hier zum Anlass genommen um eine Art "Vorgeschichte" zum "Vater unser" zu malen.

 

Eine Vorgeschichte ist es in mehrfacher Hinsicht, zumal Elias als Prophet ein Vorgänger Jesu war und sein Kommen und Wirken vorbereitet hat. Eine weitere Beziehung zum "Vater unser" sehe ich auch in der Art, wie Elias im Berg Horeb mit seinem Herrn spricht (bzw. der Herr mit ihm).
Bevor Elias in die spezielle Höhle im Berg Horeb kommt, wandert er auch 40 Tage durch die Wüste (eine weitere Analogie).

 

Was mich aber besonders an dieser Stelle bewegt, ist das Gott hier (so ganz untypisch für das alte Testament) nicht in seiner Allmacht auftritt, sondern leise und sanft - er erscheint Elias eben nicht im Sturm, im Erdbeben oder in der Feuersbrunst, sondern in einem ganz leisen Hauch. Für mich ist das ein Vorzeichen für den liebenden, vergebenden und väterlichen Gott des neuen Testamentes.


Gott offenbart sich Elija und gibt ihm einen Auftrag:

 

11 Der Herr sagte: »Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin! Ich werde an dir vorübergehen!« Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte, dass die Felsbrocken flogen. Aber der Herr war nicht im Sturm. Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben. Aber der Herr war nicht im Erdbeben.

12 Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer. Aber der Herr war nicht im Feuer. Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch.

13 Da verhüllte Elija sein Gesicht mit dem Mantel, trat vor und stellte sich in den Eingang der Höhle.


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