Oh meine Geliebte!

Wo bist du nur?
Warum kannst du nicht bei mir sein?
Welches grausame Schicksal treibt uns auseinander? 

Die Sonne – ich hasse sie!
Ist sie doch nur schön in den Reflexen auf deinen Haaren.
Sie hat mich nicht gewärmt, als sie heute Morgen aufgegangen ist.

Ich war noch bei dir in diesem Moment – doch war sie nur Bote für den Schmerz, der mich jetzt umfängt.
 Ein kalter, gefühlloser Stern, nur dazu da, den Tag meiner Abreise zu beginnen.
 Wie liebe ich den Mond – war er doch Zeuge, als ich dich heute Nacht besitzen durfte ....
 

 Wenn ich meine Augen schließe ... ich kann dich sehen.
Ich kann dich spüren mit meinen Fingern ... mit meinen Lippen ... mit meiner Zunge ...
Ich spüre den Geschmack deiner Haut. 

Habe ich dir schon gesagt, dass du nach Erdbeeren schmeckst?

 

Nein, ich habe es dir sicher noch nicht gesagt, aber du schmeckst nach Erdbeeren. Ganz leicht nur, aber unverkennbar.
Ich werde mir Erdbeeren kaufen – heute noch
Damit ich dich essen kann.
Ich werde an den Früchten riechen und ganz langsam meine Lippen über ihre dunkelrote Haut legen. 

Meine Zähne spüren kaum einen Widerstand – ich zerdrücke sie nur mit meiner Zunge – so reif sind sie.
Das warme, süße Aroma wird alle meine Sinne betäuben und ich werden den Schmerz der Sehnsucht nicht mehr spüren.

Dann wirst du bei mir sein – und in mir sein  - und ich werde um dich herum sein .....
Und wir beide werden wieder unschuldig sein

 


und so erinnere ich mich ...

Ich, der ich
gemeinsam mit dir im
Sternenklang klinge
- Lichtblumen pflückend
bin ...

Ich, der ich mit dir
auf Mondwegen tanze
- Tautränen der Lust trinkend
bin ganz dein

Wir, die wir
auf dem Gedankenberg unserer Liebe lieben
sind eins
ich und du
mein Leben

 



Jede Nacht – in meinen Träumen
Sehe ich und spüre ich
 
Dich
Den Freund
In meinen Armen

Rote Tränen aus deiner zerrissenen Brust
Färben meine Seele schwarz
Schlag nicht mehr mein Herz! 

Freudenbilder – Seelensplitter
Bacchantische Tänze in meinem Kopf
Finden ihren Weg in Uranus´ Schlund 

Kein Held will ich sein!
Nur Helfender und Tröstender
Und Liebender 

Für dich
Den Freund
In meinen Armen

Der für mich stirbt
Und für die Ideen eines Anderen

 Artex am 20.03.2003, der Tag, an dem ein Krieg begann

 

 

Echnaton schweigt seine Hymne an die Sonne
Und Mondschatten sind um mich 

Odysseus vergisst sein Ithaka
Und Winter irrt heimatlos in mir

Michelangelo zerbricht den Meißel
Und die Ekstase der Ewigkeit
Brennt Trauerlöcher in meine Seele 

Mozart flüstert mir den Tag des Zorns

           in meine Ohren,

           in meinen Kopf,

           in meinen Bauch

weiterlebend, hoffend, bittend, betend
weine ich Tränen aus Amethyst

 


Dezembernachmittag

Betäubt vom Hauch der Ewigkeit
Nicht fähig zu begreifen
Hilflos ist mein Blick gefangen in Eschers Zauberspiegel
Und immer noch dröhnt der Tag des Zorns
in meinen Ohren 

Langsam, still und doch drängend
Wie schallgedämpfter Schnee an einem Dezembernachmittag
zwingt und führt und leitet mich
Das Schicksal an den wohlbekannten Platz
An dem ich noch nie war
 
Noch immer blenden mich
Die Tränen aus Amethyst
Doch da bist du
Und da ist

Der Duft der Liebe

 



Der Traumjäger

Kennst du deinen Traumpfad?
Was ist das überhaupt, ein Traumpfad?
Nun, es ist ein Weg – nicht unbedingt eine Straße.
Es ist eine Geschichte, eine Philosophie, ein Plan, ein Sinn, der so intensiv gelebt wird, dass man ihn träumt 

Wir wechseln den Schauplatz.

Wir sind in Australien – wir sitzen auf der Erde – es ist Nacht und das Feuer in der Mitte unseres Kreises wärmt und leuchtet.
Und der Älteste des Stammes erzählt – wie jeden Abend – einen Teil des Traumpfades.
Von dem Tag, als der Jäger kam. 

Damals, als der Vater des Vaters meines Vaters noch jung war – damals kam der Traumjäger in unseren Stamm.

Er war allein – der Letzte seines Stammes – er war anders.
Er war groß, viel größer als der größte Mann unseres Stammes – er war anders.
Seine Haut war hell, fast weiß, wie die Blüte des Nanukbaumes – er war anders.

Die Väter der Väter unserer Väter gaben ihm Nahrung und sie zeigten ihm die Wasserstelle – obwohl er fremd war und anders. 
Der Jäger hatte seltsame Augen – hellblaue Augen – er war anders.
Er konnte mit diesen seltsamen hellen Augen viel mehr sehen, als wir es können – er konnte in die Menschen hineinsehen – er war anders.
Am Abend setzten sich die Männer unseres Stammes um das Feuer, so wie wir es heute tun.
Und sie luden den Fremden ein.

 Der Fremde sagte: „Ich bin ein Jäger“ und die Männer fragten: „Wo sind deine Waffen?“
Er antwortete: „Ich jage nicht nach Tieren – ich jage die Träume der Menschen“
Und die Väter der Väter unserer Väter bekamen Angst – sie fürchteten, der Jäger könnte ihre Träume stehlen und damit ihr Leben …
Doch an jenem Abend und an den folgenden Abenden – solange der Traumjäger Teil unseres Stammes war – schenkte er uns den größten Schatz, den wir heute noch besitzen.

Er schenkte uns neue – andere Träume …




Nun liegst du neben mir
Deine Augen geschlossen
Dein Körper noch zitternd
Perlen aus Schweiß auf dir
     -sternglänzender Tau

Nun lässt du  - wie ich -

Den Tanz, geboren aus unserer
gemeinsamen Lust,
noch einmal passieren

Nun lässt du mich
Noch einmal in dich kommen
Und kannst mich jetzt
Neben mir liegend – fast schlafend –
 
Vielleicht

    noch besser spüren

 



Nimm meine Hand
Und du wirst sehen
Die Welt lacht

Nimm meine Hand
Und lass sie über deinen Körper gleiten 

Nimm meine Hand
Und lass mich bei dir sein 

Nimm meine Hand
Und
Ich mache dich
Glücklich

 



Dein Lächeln hat sich
Eingebrannt in meine Seele
Es ist in mir
Und vertreibt alles Dunkel

Mit Licht und Farbe

Dich spürend kann ich
Nicht traurig sein

Dich hörend
trocknen meineTränen
Bevor sie geweint wurden 

Wer bist du?
Was habe ich Großes vollbracht
Dass das Leben dich mir geschenkt hat

 



Durch den Regen gehend,
tanzend, lachend
den grauen Himmel erblickend
bin ich doch glücklich
und spüre mein Herz

ja, mein Herz, ich spüre es
im Hals, im Bauch, im Kopf
Regentropfen auf meiner Haut
Und doch ist mir nicht kalt
Denn alles in mir ist erfüllt von dir

 


 

Tag für Tag für Tag,
Nacht für Nacht für Nacht
Vertreibst du meine
Dunkle Seite

Hab keine Angst davor!
Auch diese dunkle Seite

Ist Teil von mir
-         wie du – 

 
 

die dunkle Seite ist da
in mir – und wird immer sein doch  
-         wie du –

du bist hell und farbig und fröhlich
-         und nur manchmal  

dunkel

-         wie ich – manchmal

 


 

Phantasia

Hab die silbrigste Nacht gesehen
Und den scheinendsten Mond gespürt.
Hab das tosendste Meer gehört
Und in den weißesten Wolken getaucht.

 
 

Hab die weitesten Länder bereist 
Und die schönsten Menschen geliebt
Der kühlendste Wind hat
Meine fiebrigste Haut geküsst

 Hab die größte Liebe gelebt
Und bin den kleinsten Tod gestorben

1000 mal

Amylnitrit in meinem Kopf
War Johnny Depp in mir

 



Nur der Narr verweigert die Gefolgschaft,
wenn Pan durch den Wald gestelzt kommt.

(Armistead Maupin in Tollivers Reisen)

 



So habe ich mein Ithaka gefunden

- in dir

            (Artex: Was in mir ist)

 


Vor unserem Bett stehend
Blicke ich auf dich
Du schläfst
So zart sind deine Züge

 Träumst du von mir?
Wie gern wäre ich bei dir
In deinen Träumen 

 Vertane Zeit des Schlafes!
Träume von mir! 

-         wie ich von dir

Mit Tränen in den Augen träume ich noch einmal den Traum der Nacht

-         dieser Nacht

und blicke auf dich
vor unserem Bett stehend

 



Nimm mich

In dich

Als Teil

Von uns

 



Mein Herz
Ist offen
Weit
Für dich


 
prachtvoll
   so voller Pracht

glanzreich
   so reich an Glanz

farblicht
   so bunt und hell

duftzart
   so zart der Duft

honigsüß + pfefferscharf
besitzend + schenkend
glitzernd + sanft
frei und doch geborgen

so schmeckt die Liebe

 



Mein Innerstes nach außen kehrend sehe ich mich in deinen Augen
Was in mir ist, ist nicht aus Stein
Was in dir ist, war einmal ich – und bin es noch
Was in mir ist, ist Licht und Schatten
Was in dir ist, kann nur mein Spiegel sein
So kann ich nur in dich und mich blicken
Mit blinden Augen
Was in mir ist, gleicht dem warmen Regen eines Sommers
Der dich und mich umfängt
Was in dir ist, und auch in mir
Ist Leben
Was Leben ist, das ist in mir wie Sonne und Sterne
Wie Lachen und Glück
Und auch die Traurigkeit in deinen Augen
Was in mir ist
Ist Liebe – bist du - sind wir – und werden sein

 


 

Lachend findet mich der Morgen
Dich neben mir wissend
Noch nicht sehend
Aber in mir fühlend
Deinen Körper riechend
Deine Träume spürend
Dann

Auf dich sehend
Möchte ich in dir sein
-         wie heute Nacht

Lachend findet mich der Morgen
Und Hart
Weil du bist

 



Für Raphael

Eisenbrechendes Lachen
Taucht durch meine Ohren
Zauberspiegelt sich in meinem Gesicht
Und raubt mir den Atem

Glitzergolden segnest du
Mit Leidenschaft aus deinen Augen
Deine Welt
Die ich jetzt durch Tränen sehe 

Sanft-mutig, an-mutig
Janus-seele
Fängst du erst an zu sein
Flieg mit den Kranichen
Freundenkind

Teil von mir
Teil von UNS
Flieg mit den Kranichen
Herzkind

Und sei
Teil von mir
Teil von UNS
Und immer mein

 



Was ich in deinen Augen sehe
Was ich in deiner Stimme höre
Was mir die Zauberwelt deines Körpers erfüllt
Was in und um dir istUnd das Echo deines Kusses
Das meine Seele strahlen lässt und
Wie glanzfroh glitzernde Sterne
Die vom Gaumen
In meinen Körper fallen
Macht mich zum Gott


 

und so vergesse ich

die Schöpfung

den Brief von Gott

Solferino

und den Gesang an die Sonne

 




Ich habe längst vergessen ...

ein Gedicht

für Elisabeth

 

Ich habe längst vergessen …
was es heißt im Regen zu stehen
    Weil du mich beschützt

Ich weiß nicht mehr wie es ist, zu frieren
    Weil deine Wärme mich immer umfängt

Ich weiß nicht mehr wie es ist, einsam zu sein
 oder Angst zu haben …
    Weil du bei mir bist -

    … immer
weil ich viel mehr WIR bin
    als nur  ich

Ich habe vergessen, wie es ist,
 wenn Tränen auf meinen Wangen brennen 
    Weil du alles Schlechte von mir fernhältst

Ich weiß nicht mehr, wie es ist
 herumzuirren und zu  suchen
    Weil ich längst schon alles gefunden habe …
            in DIR

Ich wollte immer besser sein, als ich bin …
    für DICH
Auch das habe ich vergessen …
weil du mich so liebst wie ich bin …
    und mich nicht anders haben willst

So vieles habe ich vergessen …


Aber ich werde nie vergessen,
Was du für mich bist

Du bist

    das Brot, das ich esse
    das Wasser, das ich trinke
    die Luft, die ich atme

Du bist

    alles Licht, das ich sehe
    und jedes Lied, das ich höre

Du bist
    das Leben …
        MEIN Leben

Du bist
            die LIEBE

 

Flash-animation zu diesem Gedicht gibts nur im privaten Bereich

(kurze e-mail an:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   genügt)

Text: ARTEX
Fotos: aboutpixel.de
Musik: Hans Zimmer, Chevaliers de Sangreal




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